update: 02.Dez.2018

 


Abessinierkatzen

 

 

WCF Katzenausstellung Heppenheim


Die Abessinierkatze - Ein Kind der Götter

 

Woher sie wirklich stammt, wird wohl im Dunkeln bleiben. Doch seit sie vor 140 Jahren auftauchte, zieht sie selbst eingefleischte Katzen-Gegner in ihren Bann. Zu Recht tragen Abessinierkatzen den Beinamen „Children of the Gods“, Kinder der Götter. Denn so wie ihr Fell alle Farben des Lichts widerspiegelt, zeigt ihre Seele die Eigenschaften der Sonne: strahlend, wärmend und alles verzaubernd...

Die Katze hieß Zulu oder Zula, Genaues ist nicht bekannt. Sie war goldbraun, mit bernsteinfarbenen Augen und tauchte 1868 in London auf. Ob die Frau von Oberst Barrett-Lennard diese ungewöhnliche Katze mitgebracht hatte oder der Vorgesetzte ihres Mannes, Lord Robert Napier, die exotische Schönheit entdeckt hatte und importierte, darüber streiten die Historiker. Überliefert ist nur Zulu alias Zula, und nichts steht geschrieben über ihren Nachwuchs.

Und diese Katze wurde in Abessinien gefunden. Doch wie sie dorthin kam, darüber lässt sich wohl endlos diskutieren. Denn weder in Äthiopien, noch in den angrenzenden nordafrikanischen Ländern, gibt es Katzen, die der Abessinier gleichen. Weder die zahlreichen Straßenkatzen, noch die wilden oder halbwilden Falbkatzen, zeigen die besondere Fellfarbe, die die Abessinier so einmalig macht. Tausende von Kilometern entfernt dagegen, in den Slums von Singapur, wollen Katzenforscher immer wieder Tiere gesichtet haben, deren geticktes Fell sie eindeutig in die Gruppe der Abessinier einordnet. Zwei solcher asiatischer Abessinier wurden im englischen Katzenjournal verewigt. Eine weitere Katze mit Agouti-Fell (wildfarben), wurde im zoologischen Museum im niederländischen Leiden ausgestellt: als indische Hauskatze.

"Bunny" erobert die Herzen: Mit diesen äußerst dürftigen Angaben müssen wir uns begnügen - alle weiteren Aussagen über den wahren Stammbaum der Abessinierkatze sind Spekulationen. Denn trotz allen Suchens gelang es weder den Engländern, noch den Franzosen, wildlebende Katzen mit Agouti-Fell in Afrika oder Asien aufzutreiben.

Es kann also durchaus sein, dass die Katze Z., als sie nach England kam, zum zweiten Male emigrierte und vorher von britischen Soldaten aus Indien nach Afrika verschleppt worden war. Schon 1871 wurde eine abessinische Katze im Crystal Palace in London ausgestellt und erhielt den Spitznamen „Bunny“ wegen des hasenartig gemusterten Fells. Die großen Ohren, das wie gemeißelte Gesicht und die schlanken Beine, sorgten für eine verblüffende Ähnlichkeit mit den ägyptischen Bastet-Statuen. Für die phantasiebegabten Engländer Grund genug, die Aby als direkte Nachkommin der alt-ägyptischen heiligen Katzen zu sehen – oder als Mischling zwischen Rohr- und Falbkatze, die beide im nordafrikanischen Raum zu finden sind. Über hundert Jahre hielt sich die Legende der Bastet-Nachfahrin, doch (leider) hält sie einer genetischen Prüfung nicht stand.

 

 

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Charakter

 

In ihrer Gesamterscheinung erinnert die Abessinier an kleine Wildkatzen, hat mit diesen aber nur ihr Äußeres gemein und ist ohne Probleme im Haus zu halten. Abessinier sind extrovertierte, stolze, eigenwillige, sehr intelligente, temperamentvolle, neugierige, zutrauliche, verspielte und anhängliche Katzen. Sie drängen sich dem Menschen nicht auf, haben aber ihre eigene besondere Art und Weise um "ihrem" Menschen ihre Wünsche mitzuteilen. Abys, wie sie auch liebevoll genannt werden, sind ausgeprägte Persönlichkeiten mit einem sehr starken Charakter. Sie brauchen viel Freiraum, Aufmerksamkeit und engen Familienanschluß um glücklich zu sein. Werden sie vernachlässigt, verkümmern sie! In der Regel vertragen sie sich gut mit anderen Katzen, man sollte aber bedenken das sie einen kätzischen Spielpartner mit ähnlich temperamentvollem Charakter brauchen. Auch können sie innige, lebenslange Freundschaften mit Hunden schließen. Da Abessinier dominante Katzen sind, haben sie in der Regel das "Sagen" im Haus. Außerdem ist die Aby eine ausgezeichnete Springer - und Kletterin, sowie eine leidenschaftliche Jägerin! Wer ihr ein Freigehege oder einen rundum gesicherten Balkon bieten kann, macht sie zur glücklichsten Katze der Welt.

 

 

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Die Farben

 

Wildfarben: Körperfarbe ist ein warmes Braun mit schwarzem Ticking. Die Haarbasis ist dunkelorange, Bauch und Innenseite der Beine ebenfalls dunkelorange bis dunkelrot in Übereinstimmung mit der Grundfarbe. Der Aalstrich soll von tieferer Farbe sein. Sohlenstreifen und Schwanzspitze intensiv schwarz - Nasenspiegel ziegelrot mit schwarzer Umrandung - Fußballen schwarz.

 

 

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Sorrel: Körperfarbe ist ein Kupferrot mit rotbraunem Ticking. Grundfarbe tiefes Apricot, Bauch und Innenseite der Beine dunkelapricot, harmonisierend zur Grundfarbe. Aalstrich von tieferer Farbe - Schwanzspitze und Sohlenstreifen rotbraun - Nasenspiegel rosa mit rotbrauner Umrandung - Fußballen rosa.

 

 

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Blau: Die Körperfarbe ist ein warmes Blaugrau mit dunklem stahlgrauem Ticking und Aalstrich. Die Grundfarbe bzw. das Unterfell sind hellcreme oder beige. Die Pfotenballen sind altrosa/blaugrau, Sohlenstreifen und Schwanzspritze sind dunkel stahlblaugrau. Blau ist die Verdünnung der Wildfarbe.

 

 

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Fawn: Die Körperfarbe ist ein mattes Beige mit dunklem Ticking und Aalstrich. Die Pfotenballen sind rosa, die Sohlenstreifen und die Schwanzspritze haben ein tiefes warmes Beige. Fawn ist die Verdünnung von Sorrel.

 

 

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Schwarzsilber: Grundfarbe ist ein reines Silberweiß mit schwarzem Ticking - Aalstrich in der Farbe des Tickings, jedoch intensiver getickt - Schwanzspitze und Sohlenstreifen schwarz - Nasenspiegel ziegelrot mit schwarzer Umrandung - Fußballen schwarz.

 

Sorrelsilber: Grundfarbe ist ein reines Silberweiß mit rotbraunem Ticking. Aalstrich intensiver getickt - Schwanzspitze und Sohlenstreifen rotbraun - Nasenspiegel rosa mit rotbrauner Umrandung - Fußballen rosa.

 

Blausilber: Grundfarbe ist ein reines Silberweiß mit tief stahlblaugrauem Ticking, Aalstrich intensiver getickt. Schwanzspitze und Sohlenstreifen sind tief silberblaugrau. Nasenspiegel ziegelrot mit blaugrauer Umrandung - Fußballen blaugrau.

 

 

 

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